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BV Wohnhaus Tieckstraße 14 / Borsigstraße 10a, 10115 Berlin, 25 Wohnungen
BV Wohnhaus Max-Beer-Straße 21/23, 10119 Berlin, 17 Wohnungen

ERLÄUTERUNGSBERICHT : ... Wohnen im Kiez ...

Das neue Wohnhaus in der Tieckstraße 14, Ecke Borsigstraße 10a befindet sich nebenan im sogenannten "Dichterviertel". Ab 1920 gab es an den Straßenkreuzungen Tieckstraße / Borsigstraße insgesamt 3 Eckkneipen, allein das Borsig-Eck - heute Caféhaus-Restaurant "Honig-Mond" hat überlebt. Im Nachbarhaus, in der Tieckstraße 11 befand sich das Hotel "Rheinischer Hof". Später ein "Ledigenwohnheim" des Ministeriums für Staatssicherheit. Da das theologische Konvikt und die benachbarte Golgathakirche direkt gegenüber vom Borsig-Eck liegen, trafen sich dort zu DDR-Zeiten zahlreiche angehende Pfarrer, Intellektuelle und Künstler - aus DDR-Sicht "Oppositionelle". Auch Wolf Biermann war hier Stammgast, er wohnte gleich um die Ecke, auch Eva-Maria Hagen (die Mutter von Nina Hagen). Die Keimzelle potentiellen Widerstandes war den Oberen ein Dorn im Auge. Deswegen wurde das Borsig-Eck wenige Jahre vor der Wende vom Ministerium für Staatssicherheit wegen "Übererfüllung des Versorgungsauftrages" geschlossen.

Die Max-Beer-Straße wurde bereits im 17. Jahrhundert als Dragonergasse angelegt und erhielt diesen Namen, weil sie gegenüber der "Dragoner-Bastion" der Festung lag, auf der die Derfflinger-Dragoner stationiert waren. Seit dem 18. Jahrhundert hieß sie Dragonerstraße. Am 31.05.1951 wurde sie nach dem Redakteur und Historiker Max Beer benannt. In der Nähe befindet sich die Volkbühne Berlin, erbaut 1914 am Rosa-Luxemburg-Platz.

Die Planung und die Ausführung beider Wohnbauvorhaben erfolgte durch uns in den Jahren 2008 - 2010.

Bei den Projekten handelt es sich um zwei gelungene Lückenschließung von Wohnensembles in der Tieckstraße 14 und in der Max-Beer-Straße 21/23 in Berlin - Prenzlauer Berg bzw. Berlin - Mitte, zwei der beliebtesten innerstädtischen Wohnviertel im Berliner Kiez.

Die Baumaßnahme umfasst insgesamt die Herstellung von 42 Neubauwohnungen, die sich harmonisch in die Altbau-Nachbarbebauung einfügen.

Bei den Gebäuden handelt es sich um insgesamt über 5.000 m² BGF mit 15.000 m³ BRI umbauten Raum.

Die Gesamtbaukosten betrugen 5 Mio Euro.

Die Bauvorhaben wurde von uns in den Leistungsphasen 3 - 9 betreut.

Noch eine kleine Geschichte zum Projekt am Rande:

Das Nachbargebäude Tieckstraße 15 wurde im Krieg durch Brandbomben so stark beschädigt, dass der gesamte Außengiebel der Tieckstraße 15 Richtung Tieckstraße 14 mit einem Stahlkorsett während der Bauarbeiten abgestützt werden musste.

Fotos und Details zum Projekt

OPPERTSCHNEE - PROJEKTPARTNER GmbH - Friedbergstraße 12 - 14057 Berlin - Telefon: 030/315 924 0 - info@oppert-schnee.de