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BV Raboma-Halle, Miraustraße 46, 13509 Berlin

ERLÄUTERUNGSBERICHT : ... Industriehalle als Zeitdokument ...

Die Raboma-Halle in der Miraustraße ist eine denkmalgeschützte Industrie-und Produktionshalle mit ca. 5.900 m2 Nutzfläche, erbaut im Jahre 1914 - 1915. Direkt daneben liegt das dazugehörige, ebenfalls denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude mit insgesamt 1.650 m2 Bürofläche. In der Raboma-Halle wurden ursprünglich Radialbohrmaschinen hergestellt. Bei den Vorläufern der Radialbohrmaschine war der Ausleger direkt an der Wand befestigt. Die ersten frei stehenden Radialbohrmaschinen kamen um die Mitte des 19.Jahrhunderts auf. Eine Radialbohrmaschine hatte ein Gewicht von ca. 3.000 kg und eine Aufspannfläche von 900 x 1.160 mm.

Bei diesem Bauvorhaben handelt es sich um die denkmalgerechte Restaurierung und den Umbau für eine neue Nutzung einer denkmalgeschützten, ehemaligen Produktionshalle für Radialbohrmaschinen.

Die Realisierung wurde von uns im Jahr 2006 in den Leistungsphasen 6 - 9 betreut.

Es handelt sich um insgesamt 6.700 m² BGF. Die Baukosten betrugen 3,0 Mio Euro.

Die Industriehalle an der Holzhauser Straße 121 - 139 Ecke Miraustraße 46 wurde 1914 / 1915 von dem Architekten Bruno Buch für die Firma Hermann Schoening als Raboma Maschinenfabrik (Radialbohr- maschinen) gebaut. Die Halle ist ein Stahlskelettbau mit Außenwänden aus rotem Klinker. Sie hat eine Länge von 121 m und eine Breite von 33,5 m mit einer umlaufend in das Hallenvolumen eingebauten Galerieebene.

Die Halle steht unter Denkmalschutz. Sie wurde baulich und haustechnisch so konditioniert, dass eine funktionsfähige gewerbliche Nutzung als Fachmarkt für Spielzeugverkauf ( Toys r`us) möglich wurde.

Bei den Umbaumaßnahmen war das oberste Ziel die Erhaltung des Hallenvolumens in seiner gesamten Größe und Erscheinung als hervorragendes Zeugnis einer modularen und äußerst filigranen Stahlkonstruktion aus dem frühen 20. Jahrhundert. Beim Einbau neuer Konstruktionen wurden bestehende Konstruktionselemente nicht ersetzt, sondern ergänzt und überlagert. Die äußere Hülle des Gebäudes blieb erhalten. Eine bauphysikalische Ertüchtigung erfolgte durch eine neue Dach-Isolierverglasung, neues Warmdach, Fensteraufdopplungen im Innenbereich und Haus im Haus-Konstruktionen.

Fotos und Details zum Projekt

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