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BV Leiterstraße 10 B, 14773 Potsdam
Wohnstätte für Menschen mit Behinderung

ERLÄUTERUNGSBERICHT : ... Wohnstätte in idyllischer Lage ...

Die Wohnstätte wurde auf einem naturbelassenen Grundstück am Ende eines ruhigen Wohngebietes direkt am Wald errichtet. Trotz der idyllischen Lage ist der Potsdamer Hauptbahnhof in nur wenigen Autominuten entfernt und auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Die unter Denkmalschutz stehenden Mehrfamilienhäuser in der Leiterstraße sind Teil der Wohnanlage "Neue Siedlung Cecilienhöhe" und wurden von 1923 - 1925 errichtet. Die gesamte Siedlung ist in der Denkmalliste der Stadt Potsdam eingetragen. Der Stadtbezirk Templiner Vorstadt ist durch mehrere Eigenheimsiedlungen sowie Villen aus der vorletzten Jahrhundertwende geprägt.

Bei dem Bauvorhaben handelt es sich um eine Wohnstätte für Erwachsene mit geistiger Behinderung. Es wurden 3 Wohngruppen für je 10 Bewohner als 3 mit einander verbundene "Wohnhäuser" hergerichtet. Im angegliederten Kopfbau steht den Bewohnern ein separater Beschäftigungsbereich mit sozialen, thera-peutischen und administrativen Funktionen zur Verfügung. Im 1. Obergeschoss dieses Bauteils befinden sich außerdem 6 Mietapartments für ambulant betreutes Wohnen.

Das Grundstück liegt am Rande des Potsdamer Stadtteils "Templiner Vorstadt". In der Umgebung besteht eine aufgelockerte, überwiegend kleinteilige, zweigeschossige Wohnbebauung. Ein erheblicher Teil des Baugrundstücks grenzt direkt an den Wald. Das Grundstück ist mit einer Vielzahl schützenswerter Bäume bewachsen, die auch während der Bauzeit behutsam umbaut wurden. Daraus resultierten auch erhebliche Konsequenzen für die Planung. Die jetzige Lage des Gebäudes auf dem Grundstück, sowie die Situation der Zusammenhänge der einzelnen Gebäudeteile ist das abgestimmte Resultat intensiver Auseinandersetzungen mit der Stadtverwaltung Potsdam, mit dem Fachbereich Umwelt und Natur.

Die Nutzung des Gebäudes entspricht weder einem Krankenhaus, noch einem alten Pflegeheim. Es handelt sich gewissermaßen um vollstationäres "unterstütztes" Wohnen. Die rechtliche und finanzielle Grundlage bildet die Eingliederungshilfe, nicht die Pflegeversicherung. Der Betreute soll trotz seiner Behinderung ein so normales Leben wie möglich führen, die wichtigsten Ziele sind die Erhöhung der Selbständigkeit und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Deshalb steht die Unterstützung beim "normalen Wohnen" und beim Beschäftigen außerhalb der Wohnungen im Vordergrund. Die Betreuung erfolgt rund um die Uhr.

Insgesamt wurde ein umbauter Raum von 6.400 m³ hergestellt mit 2.000 m² BGF.

Das Bauvorhaben wurde von uns in den Leistungsphasen 8 und 9 betreut.

Diese Leistungen wurden von uns in den Jahren 2006 - 2007 erbracht.

Die Baukosten betrugen 2,5 Mio Euro.

Noch eine kleine Geschichte zum Projekt am Rande:

Am frühen Morgen musste unser Bauleiter die Wildschweine aus dem angrenzenden Wald bitten, die Baustelle zu verlassen, damit weitergebaut werden konnte.

Fotos und Details zum Projekt

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