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BV Kieler Straße 4-5, 10115 Berlin

ERLÄUTERUNGSBERICHT : ...Wohnen am Spandauer Schifffahrtskanal

Das Bauvorhaben befindet sich in der Kieler Straße 4-5 und ist ein Eckgrundstück an der Kreuzung von der Kieler Straße und der Scharnhorststraße im Bezirk Mitte von Berlin. Es grenzt an die Nachbarbebauung Kieler Straße 3 sowie Scharnhorststraße 25 und liegt unmittelbar vor dem Spandauer Schifffahrtskanal, neben dem historischen Invalidenfriedhof und in Höhe des Bundeswehrkrankenhauses.

Mit dieser Lage befindet sich der Neubau an prominenter Stelle, d.h. am Entree der zukünftigen Europa-City, die einmal Platz 1 vor dem Kurfürstendamm und Unter den Linden als Flaniermeile übernehmen will. Dazu ist in Verlängerung der Kieler Straße eine Fußgängerbrücke über den Spandauer Schifffahrtkanal mit anschließendem Stadthafen geplant.

Der Name der Scharnhorststraße ist auf den preußischen General von Scharnhorst zurückzuführen, der zu Zeiten Friedrich Wilhelm III. diente. Er galt als der Reformer im Militärischen Dienst. Seine Grabstätte kann man heute auf dem Invalidenfriedhof besuchen.

Der Invalidenfriedhof ist ein historischer Friedhof und eine Gedenkstätte im Ortsteil Mitte des Berliner Bezirks Mitte. Er liegt zwischen Scharnhorststraße, Kieler Straße und Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal, nördlich des Bundeswirtschaftsministeriums. Die Anlage gehört zu den ältesten Friedhöfen in Berlin und wird als Zeugnis der preußischen und deutschen Militärgeschichte wie als Erinnerungsstätte an die deutschen Befreiungskriege der Jahre 1813 bis 1815 angesehen.

Zerstörungen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs und in der DDR-Zeit, als durch den Friedhof ein Teil der Berliner Mauer lief, haben dazu geführt, dass auf dem 2,54 Hektar großen Gelände nur etwa 230 Gräber erhalten sind. Ein Förderverein des Friedhofs bemüht sich seit 1992 um Bewahrung Restaurierung der Anlage und Grabstätten.

Wegen der historischen und kulturellen Bedeutung der Gesamtanlage und einzelner Grabdenkmale ist der Invalidenfriedhof als Gartendenkmal gelistet. Unweit des Friedhofs befindet sich die Kieler Straße. Dort befindet sich einer der letzten drei Wachtürme zur Grenzsicherung der DDR. Von April bis Oktober kann man diesen Wachturm besuchen und sich über die Geschichte informieren.

Das Bundeswehrkrankenhaus Berlin ist eine medizinische Versorgungseinrichtung für Soldaten und Zivil- personen. Es verfügt über 370 Betten und gliedert sich in 14 Fachabteilungen für die Regelversorgung des Landes Berlin. Im Bundeswehrkrankenhaus Berlin arbeiten über 1.000 Menschen, um eine service- und qualitätsorientierte Patientenbetreuung sicherzustellen. Die Geschichte vom Bundeswehrkrankenhaus Berlin begann bereits im Jahre 1841 und ist vor allem geprägt durch die Teilung Deutschlands und der anschließenden Wiedervereinigung. Das Krankenhaus wurde 1841 auf Anregung von König Friedrich Wilhelm IV gebaut. Somit konnten die damals in Berlin bestehenden 7 Speziallazarette in ein Garnisionslazarett zusammengefasst werden. Mit Beginn des 2. Weltkrieges erfolgte die Umwandlung in ein Reservelazarett. 1960 erfolgte die Übernahme durch den zentralmedizinischen Dienst des Ministeriums des Inneren mit Ausweitung der medizinischen Betreuung auf die Mitarbeiter des Ministeriums des Inneren. 1990 erfolgte die Übernahme durch die Bundeswehr und die Entstehung des jetzigen Bundeswehrkrankenhauses Berlin.

Die Erschließung des Grundstücks ist gesichert. Die Zufahrt erfolgt über die Kieler Straße. In der Scharnhorststraße und in der Kieler Straße liegen die Leitungen für Trinkwasser, Abwasser, Strom, Fernmeldeleitung und Fernwärme. Die notwendigen Hausanschlüsse an die Erschließungsleitungen werden im Rahmen des Bauvorhabens hergestellt.

Das unmittelbare bauliche Umfeld ist im wesentlichen geprägt durch eine geschlossene Bauweise. Das Grundstück ist derzeit mit einem 1-geschossigen Lagergebäude mit flachem Satteldach und teilweiser Unterkellerung bebaut. Das Lagergebäude wird komplett abgebrochen. Die unbebaute Grundstücksfläche ist befestigt und wird als Parkplatz bewirtschaftet. Das Nachbargrundstück Scharnhorststraße 25 ist grenzständig mit einem 5-geschossigen Gründerzeitgebäude, bestehend aus Vorderhaus, Seitenflügel und Quergebäude, bebaut. Das Nachbargrundstück Kieler Straße 3 ist grenzständig mit einem 6-geschossigen Wohnungsneubau mit Tiefgarage und Dachgeschoß bebaut.

Das geplante Wohn- und Geschäftshaus auf dem Eckgrundstück schließt die Blockecke mit einem L-förmigen, 6-geschossigen Gebäude mit zurückgestaffeltem Dachgeschoß. Das Gebäude wird über drei Treppenhäuser mit Aufzügen erschlossen. Zwei Hauseingänge liegen an der Kieler Straße, einer an der Scharnhorststraße. Der ca. 52 m lange Baukörper wird an der Kieler Straße durch eine Brandwand in Brandabschnitte geteilt. Unter dem Gebäude ist eine Tiefgarage mit 18 Stellplätzen vorgesehen.

Die Straßenfassaden gliedern sich horizontal in ein betontes Sockelgeschoss, die darüber liegenden fünf Obergeschosse und eine durch Gesimse abgesetzte Attika bzw. zurückspringende Dachgeschosszone. Das fünfte Obergeschoß wird mittels eines durchlaufenden Gesimses optisch abgesetzt, um die Maßstäblichkeit der angrenzenden Bebauung Scharnhorststraße 25 aufzunehmen. Vertikal ist die Fassade mit den ortsüblichen Erkern mit Balkon im letzten Obergeschoß und auskragenden Balkons sowie bodentiefen Fenstern gegliedert. Die Fassaden des Innenhofs sind durch Loggien und Balkons sowie bodentiefe Fenster gestaltet. Die Fassade ist als Putzfassade mit hellem Anstrich vorgesehen. Für das Erdgeschoß ist eine farbige, keramische Fassadenbekleidung geplant.

Es entstehen 48 neue Wohnungen, davon 27 Stück 2-Zimmer-Wohnungen, 18 Stück 3-Zimmer-Wohnungen und 3 Stück 4-Zimmer-Wohnungen. Die Wohnungen in den Dachgeschossen sind gemäß § 51 BauO Bln barrierefrei zugänglich und nutzbar.

Im Erdgeschoss ist eine große Gewerbefläche von 520 m2 vorgesehen, die für den Einzelhandel genutzt werden soll. Die Fassade ist in diesem Bereich mit Schaufensterflächen und Eingängen besonders ansprechend gestaltet.

Durch die Baumaßnahme werden insgesamt 6.400 m² BGF bzw. 21.200 m³ BRI umbauter Raum hergerichtet.

Das Projekt wird von uns in den Jahren 2013 bis 2014 fertig gestellt und in den Leistungsphasen 1 - 8 betreut.

Fotos und Details zum Projekt

OPPERTSCHNEE - PROJEKTPARTNER GmbH - Friedbergstraße 12 - 14057 Berlin - Telefon: 030/315 924 0 - info@oppert-schnee.de